Startseite Aktuelle Veranstaltungen in der SteiermarkTuntenball 2026: „Grand Bordell“ und klare Botschaft im Congress Graz

Tuntenball 2026: „Grand Bordell“ und klare Botschaft im Congress Graz

Der Tuntenball 2026 hat am Samstagabend, 21. Februar 2026, erneut gezeigt, warum diese Ballnacht weit über den Glamour hinausstrahlt.

von Joachim Bacher

Im Congress Graz trafen extravagante Looks, große Show-Momente und politische Haltung aufeinander – sichtbar, laut und bewusst „störend“ im besten Sinn. Das diesjährige Motto „Grand Bordell Tuntenball“ setzte auf Provokation als Einladung zur Offenheit: Begehren, Selbstbestimmung und Vielfalt standen im Mittelpunkt, ohne die ernste Realität außerhalb des Ballsaals auszublenden.

Zwischen Pailletten und Haltung: Eine Nacht, die mehr sein will als Party

Schon beim Eintreffen wurde klar, dass hier Verkleidung nicht Verstecken bedeutet, sondern Ausdruck. Besucher:innen inszenierten sich auf dem Red Carpet mit Fantasie, Mut und Humor – von opulent bis minimalistisch, von burlesk bis avantgardistisch. Dazwischen: Gespräche, Umarmungen, spontane Fotos, ein ständiges Wechselspiel aus Show und Begegnung. Der Tuntenball bleibt damit ein Ort, an dem sich Feierkultur und gesellschaftliche Botschaft nicht widersprechen, sondern gegenseitig verstärken.

Fotos: Die Highlights des Abends in Bildern

Hier folgt die Bilderstrecke mit den stärksten Momenten der Nacht – von Red-Carpet-Looks über Show-Highlights bis zu den Begegnungen abseits der großen Bühne.

Motto „Grand Bordell“: „Please do disturb“ als Einladung zur Sichtbarkeit

Das „Grand Bordell“ war 2026 nicht nur Kulisse, sondern Statement. „Please do disturb“ – als Leitmotiv – zielte darauf ab, Sichtbarkeit einzufordern: nicht leise und angepasst, sondern selbstbewusst, sinnlich und unbequem, wenn nötig. Gerade diese Mischung aus Lust am Spektakel und klarer Kante macht den Tuntenball für viele zur Fixgröße im Ballkalender.

Von den Anfängen bis heute: Tuntenball als gewachsene Institution

Was einst klein begann, ist über Jahrzehnte zu einer Ballnacht geworden, die Menschen aus unterschiedlichsten Communities zusammenbringt. Der Tuntenball versteht sich dabei als Tradition mit Gegenwartsbezug: Er feiert Vielfalt – und bleibt gleichzeitig politisch, weil Gleichberechtigung und Sicherheit für queere Menschen keine Selbstverständlichkeit sind.

Charity bleibt Kern: Wofür der Tuntenball steht

Hinter der großen Bühne steckt ein klarer Zweck: Der Tuntenball ist als Charity-Event eng mit der Arbeit der RosaLila PantherInnen verbunden. Mit dem Reinerlös werden Projekte, Beratung und Menschenrechtsarbeit mitfinanziert – eine Idee, die seit Jahren trägt und auch 2026 spürbar mitschwang. Ballorganisator Joe Niedermayer brachte es vor Ort auf den Punkt: „Der Tuntenball finanziert unsere Menschenrechtsarbeit.“

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