Historische Gitterelemente wieder am Leobener Hauptplatz
Der Rückkehr ging eine mehrstufige Aufarbeitung voraus. Zunächst wurden die noch vorhandenen originalen Elemente probeweise montiert. Anschließend folgten nochmals das Sandstrahlen und die endgültige Fertigstellung. Nun ist die Einfriedung dauerhaft an ihrem früheren Standort angebracht. Den Abschluss der Arbeiten gab die Stadt am 1. Oktober 2026 bekannt.
Verwendet wurde damit jene historische Umfassung, die bereits vor ihrer Entfernung zum Denkmal gehört hatte. Nach fast drei Jahrzehnten ohne das Gitter erhält die Pestsäule wieder einen Bestandteil ihres früheren Erscheinungsbilds. Die Maßnahme verbindet die Wiederherstellung dieses Elements mit einer praktischen Schutzfunktion im Alltag des Hauptplatzes.
62.500 Euro für die Säule, weitere 20.000 Euro für das Gitter
Die Pestsäule wurde 1717 errichtet und steht unter Denkmalschutz. Im Jahr 2025 ließ die Stadt das Bauwerk umfassend restaurieren. Dabei ging es um Schäden an der Figurengruppe und am Sockel sowie um die langfristige Erhaltung der historischen Substanz. Für diese Sanierung wurden 62.500 Euro investiert.
Nach Abschluss der Restaurierung zeigte sich nach Angaben der Stadt, dass weitere Schutzmaßnahmen nötig waren. Fahrräder wurden an das Denkmal gelehnt; außerdem diente es als Kletter- und Spielobjekt. Besonders während der Nachtstunden kam es wiederholt zu Verunreinigungen. Die Stadt stellte deshalb bereits im Frühjahr Handlungsbedarf fest.
Im Juni beschloss der Stadtrat, die vorhandene Einfriedung instand setzen und wieder aufstellen zu lassen. Die rund 20.000 Euro für die Reparatur und Montage des Gitters kommen somit zur bereits erfolgten Sanierung der Säule hinzu. Es handelt sich um zwei aufeinanderfolgende Maßnahmen zum Erhalt desselben Denkmals.
Wallner appelliert an einen sorgsamen Umgang mit Denkmälern
Bürgermeister Kurt Wallner verbindet die Fertigstellung mit einem Appell an die Bevölkerung. Er betont, dass die Denkmäler die Geschichte der Stadt erzählen und gemeinsames kulturelles Erbe sind. Das Gitter soll die Pestsäule schützen; zugleich sieht er alle Nutzerinnen und Nutzer des öffentlichen Raums in der Verantwortung, sorgsam damit umzugehen.
Für den Hauptplatz bedeutet die abgeschlossene Montage eine sichtbare Veränderung rund um das restaurierte Bauwerk. Zugleich ist ein historisches Element zurück, das dessen Erscheinungsbild über viele Jahrzehnte mitgeprägt hatte.
Beitragsbild: Die restaurierte Einfriedung der Leobener Pestsäule, © Armin Russold.