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Grazer Straflandesgericht: Evakuierung mit Cobra und Rettung geprobt

Am 2. Oktober 2026 haben Polizei, Rettung und Justiz am Grazer Straflandesgericht eine akute Gefahrenlage und die Evakuierung des Gebäudes geprobt. Die mehrstündige Übung bezog auch die Stadt Graz und die Justizanstalt Graz-Jakomini ein. Die Verantwortlichen ziehen eine positive Bilanz der Zusammenarbeit.

von Joachim Bacher
Vertreter:innen der beteiligten Organisationen bei der Einsatzübung im Grazer Straflandesgericht am 2. Oktober 2026

Einsatzübung im Grazer Straflandesgericht

Während der Übung in der Conrad-von-Hötzendorf-Straße war der Parteienverkehr ausgesetzt. Die Stadt hatte die Bevölkerung vorab über die vorübergehende Schließung von Landesgericht und Staatsanwaltschaft sowie eine mögliche erhöhte Polizeipräsenz und Geräuschkulisse informiert. Hintergrund war das geplante Training mehrerer Behörden und Einsatzorganisationen.

Beteiligt waren die Direktion Spezialeinheiten mit dem Einsatzkommando Cobra, die Landespolizeidirektion Steiermark, der Österreichische Wachdienst und das Österreichische Rote Kreuz. Dazu kamen die Stadt Graz, das Landesgericht für Strafsachen, die Staatsanwaltschaft sowie die Justizanstalt Graz-Jakomini.

Für Kurt Kornberger, Kommandant des Einsatzkommandos Cobra Süd, steht bei solchen Übungen das gemeinsame Handeln im Mittelpunkt. Bei umfangreichen Gefahrenlagen müssten die Organisationen über den eigenen Zuständigkeitsbereich hinausdenken und vernetzt arbeiten. Darin sieht er eine Voraussetzung für rasche und umfassende Hilfe.

Freiwillige und Krisenintervention des Roten Kreuzes

Aufseiten des Roten Kreuzes wurde die Übung nahezu ausschließlich von freiwilligen Mitarbeiter:innen getragen. Darauf weist Valentin Krause, Pressesprecher des Landesverbands Steiermark, hin. Er wertet dies als Beleg dafür, dass die Organisation bei Bedarf rasch zusätzliche personelle Kräfte bereitstellen kann. Die Zusammenarbeit unter anspruchsvollen Bedingungen sei bei der Großübung deutlich geworden.

Krause verweist außerdem auf die Bedeutung des Kriseninterventionsteams für entsprechende Einsatzlagen. Dieses bietet Betroffenen und Angehörigen bei Bedarf psychosoziale Akuthilfe. Aus seiner Sicht gehört diese Unterstützung zur Bewältigung eines solchen Einsatzes ebenso dazu wie das Zusammenspiel der übrigen beteiligten Organisationen.

Justiz und Stadt Graz ziehen positive Bilanz

Klaus Baumgartner, Leiter der Justizanstalt Graz-Jakomini, beschreibt die geprobte Lage als komplex und dynamisch. Durch die Zusammenarbeit der eingesetzten Behörden und Organisationseinheiten seien die Übungsziele erreicht worden. Seine Anstalt sieht er für vergleichbare Gefahrenlagen vorbereitet.

Auch Gilbert Sandner, Sicherheitsmanager der Stadt Graz, betont die rasche Abstimmung zwischen den Beteiligten. Die Übung unter realen Bedingungen habe Gelegenheit geboten, Abläufe weiter zu verbessern. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen aus seiner Sicht helfen, im Ernstfall früher aktiv handeln zu können.

Barbara Schwarz, Mediensprecherin des Landesgerichts, hebt den Einsatz der Beschäftigten ihres Hauses hervor. Sie hätten die Herausforderung gut bewältigt. Den beteiligten Einsatzkräften attestiert sie professionelles und präzises Arbeiten.

Beitragsbild: © Rotes Kreuz Steiermark.

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