KIT Steiermark: Auszeichnung für psychosoziale Krisenhilfe
Cornelia Forstner und das KIT Steiermark belegten in der Kategorie „Außergewöhnliche Leistungen“ den ersten Platz. Gewürdigt wurden die Koordinierungsstelle und die Einsatzleitung beim Großeinsatz nach dem Schulattentat. Forstner leitet die Koordinationsstelle des Kriseninterventionsteams des Landes.
Das Ausmaß dieses Einsatzes zeigen die Zahlen: Über einen Zeitraum von 18 Tagen waren täglich bis zu 80 KIT-Mitarbeiter:innen tätig. Die Unterstützung erfolgte an insgesamt 82 unterschiedlichen Einsatzorten. Ein Einsatzstab aus hauptamtlichen und ehrenamtlichen Kräften koordinierte die psychosoziale Betreuung von Betroffenen, Angehörigen, Einsatzkräften und Bildungseinrichtungen.
Das KIT bietet seit mehr als 20 Jahren psychosoziale Akutbetreuung für Menschen in Extremsituationen und unterstützt die Verarbeitung belastender Einsätze. Im Jahr 2025 verzeichnete das Team 714 Einsätze in der gesamten Steiermark. Die Arbeit stützt sich auch auf ehrenamtliche Mitarbeiter:innen.
GEMEINSAM.SICHER: Projekte von der Südoststeiermark bis zu Schulen
Johannes Wonisch von der Landespolizeidirektion Steiermark erreichte in derselben Kategorie einen geteilten dritten Platz. Er absolvierte 2016 die Ausbildung zum Sicherheitskoordinator und war zunächst im Bezirk Südoststeiermark tätig. Seit 2019 arbeitet er im Büro GEMEINSAM.SICHER der Landespolizeidirektion.
Zu seinen Projekten zählt „GEMEINSAM.SICHER mit dem Kinderwurm“. Es befasst sich mit Verkehrsproblemen rund um Schulen und den daraus entstehenden Gefahren für Kinder. Dafür erhielt Wonisch 2021 den Österreichischen Verwaltungspreis in der Kategorie Partizipation und Co-Creation. Außerdem war er für die österreichweite Initiative „Coffee with Cops“ und den Folder „Trend- & Sportgeräte“ verantwortlich. Letzterer entstand gemeinsam mit dem Kuratorium für Verkehrssicherheit.
Weitere Preise für Red Bull Ring und Grazer Wasserversorgung
In der Kategorie „Gelebte Sicherheitspartnerschaft“ ging der zweite Platz an Anja Tropper vom Red Bull Ring. Ausgezeichnet wurde die Zusammenarbeit bei Großveranstaltungen. In der Kategorie „Besondere Leistungen um digitale Sicherheit“ erreichte Alexander Hintz von der Holding Graz mit „Cyberresiliente Wasserversorgung Graz“ einen geteilten zweiten Platz.
Das Kompetenzzentrum Sicheres Österreich veranstaltete die Verleihung gemeinsam mit der Landespolizeidirektion Steiermark im Festsaal der Raiffeisen Landesbank in Raaba. Eine unabhängige Jury bewertete Einreichungen aus den österreichischen Bundesländern und vergab die Preise in fünf Kategorien. Durch den Galaabend führte Christa Kummer; ein Ensemble der Polizeimusik Steiermark gestaltete den musikalischen Rahmen.
Beitragsbild: © Polizei/Hutter.