Fraueninfo erreicht Parks, Siedlungen und öffentliche Plätze
Das Team des Referats Frauen & Gleichstellung bringt Informationen direkt in das Lebensumfeld von Frauen und Mädchen. Mit dem adaptierten Lastenrad war es in Parks, Wohnsiedlungen, bei Supermärkten und auf Kinderspielplätzen unterwegs. Hinzu kamen Siedlungs- und Straßenfeste sowie weitere Veranstaltungen. Die Stadt spricht für die abgelaufene Saison von Tausenden Gesprächen.
Zum Angebot gehören Auskünfte und Erstberatungen, Informationsmaterial sowie die Vermittlung von Kontaktstellen. Die Themen reichen von Bildung und Gesundheit über rechtliche und soziale Fragen bis zu Arbeit, Einkommen und Freizeit. Die Aktion wurde 2022 auf Initiative von Bürgermeisterin und Frauenstadträtin Elke Kahr eingerichtet.
Finanzielle Engpässe gehören zu den häufigsten Anliegen
In der aktuellen Bilanz nennt die Stadt Einkommenslücken und finanzielle Belastungen als häufige Gesprächsanlässe. Besonders gefragt waren Informationen über Hilfestellungen, die den Alltag betreffen. Auch Kinderbetreuung sowie Arbeit und Einkommen spielten an den mobilen Treffpunkten eine wichtige Rolle.
Der Ansatz verbindet eine leicht erreichbare Anlaufstelle mit einem persönlichen Gespräch. Kahr betont, dass Informationen nicht nur verteilt, sondern gemeinsam besprochen werden können. Für Frauen, die digitale Angebote kaum nutzen oder keinen einfachen Zugang dazu haben, eröffnet das mobile Angebot einen zusätzlichen Weg zu Beratung und Unterstützung.
Gewaltschutz und Cybergewalt rücken in den Vordergrund
Auch Broschüren und Informationen zum Gewaltschutz waren stark nachgefragt. Die Mitarbeiterinnen sollen dabei sowohl Betroffene als auch Menschen aus deren sozialem Umfeld erreichen. Das Referat will bestehende Beratungsangebote bekannter machen und den Zugang zu Unterstützung erleichtern.
Nach Beobachtung des Teams werden Gewalt im digitalen Raum und mögliche Gegenstrategien zunehmend angesprochen. Gerade junge Frauen sollen erfahren, welche Unterstützung bei Cybergewalt verfügbar ist. Die Bilanz beschreibt damit Themen, die bei den Begegnungen vor Ort aufkamen; sie ist keine statistische Erhebung zur Häufigkeit von Gewalt in Graz.
Mit dem Ende der mobilen Saison richtet sich der Blick auf die Erfahrungen aus den Gesprächen. Für Kahr liegt der Wert des Projekts vor allem im direkten Austausch und im unkomplizierten Zugang zu Informationen. Das Referat Frauen & Gleichstellung ist für Auskünfte unter 0316 872-4671 erreichbar.
Beitragsbild: Archivfoto aus der Saison 2026, © Stadt Graz, Fischer.