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Franz Küberl erhält hohen päpstlichen Gregorius-Orden

Der frühere steirische Caritas-Direktor und langjährige Präsident der Caritas Österreich, Franz Küberl, ist am 3. Oktober 2026 in Seggauberg mit dem päpstlichen Gregorius-Orden ausgezeichnet worden. Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl überreichte die hohe Ehrung auch für Küberls langjährigen Einsatz für die Sanierung und den Erhalt der Basilika Mariatrost.

von Joachim Bacher
Bischof Wilhelm Krautwaschl überreicht Franz Küberl in Seggauberg den päpstlichen Gregorius-Orden.

Hohe Auszeichnung in Seggauberg

Die Verleihung fand am Samstag in Seggauberg statt. Der 1956 geborene Franz Küberl erhielt den „Ordine Commendatore di San Gregorio Magno“, eine der höchsten päpstlichen Auszeichnungen für Laien. Krautwaschl würdigte damit das langjährige soziale und kirchliche Engagement des gebürtigen Steirers.

Küberl prägte über viele Jahre die Caritas: Er leitete die steirische Organisation und stand später als Präsident an der Spitze der Caritas Österreich. Auch nach dem Ende dieser Funktionen blieb er öffentlich und ehrenamtlich aktiv.

Einsatz für die Basilika Mariatrost

Ein besonderer Anlass für die Ehrung war Küberls Engagement rund um die Sanierung der Basilika Mariatrost in Graz. Als Obmann des Vereins „Freunde und Förderer der Basilika Mariatrost“ setzt er sich dafür ein, das markante Wallfahrts- und Kulturdenkmal langfristig zu erhalten.

Der Mariatroster Pfarrer Dietmar Grünwald hob bei der Feier Küberls Beharrlichkeit, soziale Verantwortung und Fähigkeit hervor, Menschen für gemeinsame Vorhaben zu gewinnen. Die steirische Caritas-Direktorin und Caritas-Österreich-Präsidentin Nora Tödtling-Musenbichler würdigte zudem seinen Einsatz für Menschen, die in gesellschaftlichen Debatten oft übersehen würden. Beide Aussagen ordneten die Auszeichnung in Küberls jahrzehntelanges Wirken zwischen Kirche, Sozialarbeit und Zivilgesellschaft ein.

Küberl dankt Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern

Küberl selbst zeigte sich von der hohen Ehrung überrascht. Er verband die Auszeichnung mit Dank an frühere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, an Menschen in Not, von denen er nach eigenen Worten viel gelernt habe, sowie an Freunde und Familie. Damit stellte er die vielen Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter in den Mittelpunkt, die seine Arbeit über Jahrzehnte mitgetragen hätten.

Der Gregorius-Orden im Überblick

Der Gregorius-Orden wurde am 1. September 1831 von Papst Gregor XVI. gestiftet und nach Papst Gregor I. benannt. Papst Johannes Paul II. erneuerte den Orden am 2. Juni 1993; seither kann er auch an Frauen verliehen werden. Das Ordenszeichen zeigt Gregor den Großen mit einer Taube. In der Rangordnung der päpstlichen Verdienstorden und Ehrenzeichen nimmt der Gregorius-Orden den vierten Platz ein.

Beitragsbild: © Sonntagsblatt/Gerd Neuhold.

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