Aus einem Bücherraum wurde ein Treffpunkt
Die Geschichte der Stadtbücherei begann 2006 in Oberaich. Auf nur 25 Quadratmetern bauten neun ehrenamtliche Mitarbeiterinnen einen Bestand auf, der zu einem großen Teil aus Bücherspenden bestand. In den folgenden Jahren wuchs das Angebot, Kooperationen mit Bildungseinrichtungen kamen hinzu und der Verein Lesefreunde wurde gegründet. Nach einem Neustart ab 2016 übersiedelte die Bücherei 2019 in das Kulturhaus.
Heute stehen dort rund 260 Quadratmeter zur Verfügung. Der Bestand umfasst nach Angaben der Stadt mehr als 9.500 Medien. Über die Onleihe Steiermark sind zusätzlich rund 60.000 digitale Medien zugänglich. Zum Programm gehören Lesungen, Workshops und eine Ludothek. Schulen und Kindergärten nutzen die Einrichtung ebenso wie Erwachsene und ältere Menschen.
Vea Kaiser gestaltete den Jubiläumsabend
Den 20. Geburtstag feierte die Stadtbücherei am 23. Oktober mit einer Lesung der österreichischen Autorin Vea Kaiser. Sie stellte ihren Roman „Fabula Rasa oder Die Königin des Grand Hotels“ vor. Der Abend rückte damit Literatur und Begegnung in den Mittelpunkt – jene Bereiche, die die Entwicklung der Bücherei über zwei Jahrzehnte geprägt haben.
Bürgermeisterin Susanne Kaltenegger bezeichnete die Stadtbücherei als wichtigen Ort für Bildung, Begegnung und kulturelle Teilhabe. Entscheidend sei, dass die städtische Einrichtung Wissen niederschwellig vermittle, Menschen zusammenbringe und offen für neue Entwicklungen bleibe.
Zwei weitere Termine im Dezember
Das Jubiläumsprogramm wird im Dezember fortgesetzt. Am Mittwoch, 9. Dezember 2026, eröffnet der Soroptimist International Club Bruck um 17:30 Uhr einen Büchertisch. Um 18:00 Uhr folgt die feministische Lesung „Scheiß di nix in Wort und Bild“ mit Gunilla Plank und Gundi Jungmeier.
Am Mittwoch, 16. Dezember 2026, beginnt um 18:00 Uhr ein Vortrags- und Diskussionsabend zum Thema „Gewalt an Frauen“. Renate Hofer und Anton Kiesl gestalten die Veranstaltung gemeinsam mit der Brucker Frauenreferentin. Der Eintritt erfolgt auf Basis einer freiwilligen Spende.
Beitragsbild: © Stadt Bruck/Maili