25 Teams für Flächen- und Trümmersuche
Wenn ein Mensch vermisst wird, zählt oft jede Minute. Die Rotkreuz-Suchhundestaffel wird über die Landeswarnzentrale alarmiert und arbeitet unabhängig von Bezirksgrenzen. Ihre Einsatzgebiete reichen von weitläufigen Wald- und Freiflächen bis in den urbanen Raum. Die Teams sind für Flächensuchen ebenso ausgebildet wie für Einsätze in Trümmern.
Die drei regionalen Stützpunkte ermöglichen eine Verteilung über mehrere Teile des Landes. Von Eisenerz, St. Marein im Mürztal und Voitsberg aus können die ehrenamtlichen Einsatzteams bei Bedarf in der gesamten Steiermark eingesetzt werden. Nach Angaben des Roten Kreuzes haben Suchaufträge nach älteren Menschen mit Demenz oder Orientierungsproblemen zuletzt besondere Bedeutung gewonnen.
Das Training beginnt bereits im Welpenalter
Die Vorbereitung auf den Ernstfall startet früh. Schon junge Hunde lernen Suchaufgaben kennen und werden gezielt für erfolgreiche Arbeit belohnt. Später trainieren Hund und Hundeführer:in mehrmals pro Woche gemeinsam. Übungen in unterschiedlichen Landschaften sollen sicherstellen, dass sich die Tiere nicht nur auf vertrautem Gelände orientieren können.
Entscheidend sind nicht allein die feine Nase, sondern auch Ausdauer, Arbeitsfreude und das verlässliche Zusammenspiel im Team. Landeskoordinator Erwin Schume arbeitet nach eigenen Angaben seit fast 50 Jahren mit Suchhunden. Gerade dort, „wo jede Minute zählt“, seien die Tiere mit ihren besonderen Fähigkeiten wichtige Einsatzpartner.
Golden Retriever „Honey“ ist noch in Ausbildung
Wie dieser Weg aussieht, zeigt die eineinhalbjährige Golden-Retriever-Hündin „Honey“ von Suchhundeführerin Eva Pfneissl. Sie ist neugierig, verspielt und voller Energie, befindet sich aber noch in Ausbildung. Hinter jedem Suchlauf stehen klare Lernschritte: Die Hündin soll später vermisste Personen aufspüren und ihrem Team damit wertvolle Zeit verschaffen.
Zum Welttag des Hundes am 10. Oktober rückt das Rote Kreuz Steiermark die Arbeit dieser tierischen Einsatzkräfte in den Mittelpunkt. Für „Honey“ folgen bis zur Einsatzreife noch viele Trainingseinheiten. Das Ziel ist bereits klar: Im Ernstfall soll aus dem Familienhund eine zuverlässige Partnerin bei der Vermisstensuche werden.
Beitragsbild: © Rotes Kreuz Steiermark.