Zentraler Standort soll erhalten und verbessert werden
Der Besuch am Freitag, 2. Oktober 2026, führte Innenminister Gerhard Karner in die Polizeiinspektion im Zentrum von Bruck an der Mur. Gemeinsam mit Bürgermeisterin Susanne Kaltenegger sowie Vertreterinnen und Vertretern des Bezirks- und Landespolizeikommandos sprach er mit den Bediensteten über deren Arbeitsalltag. Dabei ging es vor allem um die Bedingungen in dem historischen und denkmalgeschützten Gebäude.
Die Polizistinnen und Polizisten hoben nach Angaben der Stadt hervor, dass die zentrale Lage für ihre Arbeit ein wesentlicher Vorteil sei. Kurze Wege, gute Erreichbarkeit und eine sichtbare Präsenz mitten in der Stadt würden nicht nur Einsätze erleichtern, sondern auch den direkten Kontakt zur Bevölkerung unterstützen. Der Standort soll daher funktional verbessert werden, ohne diesen Vorteil aufzugeben.
Noch kein Zeitplan für die angekündigten Maßnahmen
Karner sagte den Bediensteten rasche Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Arbeitssituation zu. Welche baulichen oder organisatorischen Schritte konkret geplant sind, wurde bei dem Termin allerdings nicht bekannt gegeben. Auch zu möglichen Kosten, einem Baubeginn oder einem verbindlichen Zeitplan liegen bislang keine Angaben vor.
Damit bleibt vorerst offen, wie der Spagat zwischen Denkmalschutz und zeitgemäßen Anforderungen an eine Polizeiinspektion gelöst werden soll. Für die Beschäftigten sind neben geeigneten Arbeitsräumen auch funktionale Abläufe, Sicherheit und eine moderne technische Ausstattung entscheidend. Die Ankündigung des Ministers ist daher zunächst eine politische Zusage; über die tatsächliche Umsetzung werden erst die nächsten Planungs- und Budgetschritte Auskunft geben.
Austausch mit der Stadt im Brucker Rathaus
Nach dem Besuch bei der Polizei traf Karner Bürgermeisterin Kaltenegger im Rathaus. Im Gespräch wurden aktuelle Fragen der Stadtentwicklung und die Zusammenarbeit zwischen Stadt, Land und Bund erörtert. Zum Abschluss trug sich der Innenminister in das Goldene Buch der Stadt ein.
Für Bruck ist der Polizeistandort nicht nur eine Dienststelle, sondern Teil der öffentlichen Infrastruktur im Zentrum. Ob und in welchem Umfang das Gebäude nun adaptiert wird, bleibt abzuwarten. Entscheidend wird sein, dass aus der angekündigten raschen Verbesserung ein nachvollziehbarer Maßnahmenplan wird.
Beitragsbild: © Stadt Bruck an der Mur.