Vom Teilchenbeschleuniger ins Volkskundemuseum
Ausgangspunkt der Ausstellung ist eine Reise, die Kunst und Naturwissenschaft direkt zusammenbrachte. Im Jänner 2026 nahm eine Gruppe aus der Lehrveranstaltung „Interdisziplinäre Räume 2“ des Instituts für Elektronische Musik und Akustik an der SciArt Dialogue Week am CERN teil. Auch Lehrende, Forschende und Studierende der Universität Graz sowie eine Studierende der australischen RMIT University waren beteiligt.
Am Forschungszentrum erhielten die Kunstschaffenden Einblicke in die Teilchenphysik und die Arbeit rund um den Teilchendetektor CMS. Die Begegnungen mit der Wissenschaft wurden anschließend zur Grundlage für neue audiovisuelle Werke. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach dem Ursprung des Universums sowie nach den Verbindungen zwischen Mikro- und Makrokosmos.
Zehn Kunstschaffende zeigen neue Arbeiten
Das musikprotokoll stellt sein Programm 2026 unter die Suche nach dem Ursprung. In mehreren Uraufführungen befassen sich eingeladene Kunstschaffende mit den Beziehungen zwischen kleinsten Teilchen und kosmischen Dimensionen. „Supernova“ bildet innerhalb dieses Schwerpunkts die studentische Ausstellung.
Die Arbeiten werden bei „Supernova“ erstmals öffentlich präsentiert. Beteiligt sind Joseph Böhm, Francesco Casanova, Cornelius Grömminger, Lain Iwakura, Joris Kindler, Pablo Knupfer, I – A, Artem Sivashenko, Zlata Zhidkova und Gemma Lambourne. Die Gruppe vereint Studierende der Kunstuniversität Graz mit externen Mitwirkenden.
Konzipiert und geleitet wird das Projekt von Anke Eckardt. Susanna Niedermayr verantwortet Idee, Konzept und journalistische Begleitung. Michael Hoch leitet das CERN-Programm art@CMS/ORIGIN, das seit 2012 die Wissenschaftsgemeinschaft rund um den CMS-Detektor mit Kunstschaffenden und Kunststudierenden zusammenführt. Lea Sonnek und Dominik Lekavski unterstützen das Projekt auf Seiten der KUG.
Freier Eintritt an vier Ausstellungstagen
„Supernova“ ist Teil des ORF musikprotokoll 2026 und wird im Volkskundemuseum am Paulustor in Graz gezeigt. Die Eröffnung findet am Donnerstag, 8. Oktober 2026, um 14:00 Uhr statt. Danach ist die Installation bis Sonntag, 11. Oktober, täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.
Der Besuch ist kostenlos. Damit bietet die Ausstellung vier Tage lang die Gelegenheit, künstlerische Antworten auf wissenschaftliche Fragen aus unmittelbarer Nähe kennenzulernen. Das Format richtet sich sowohl an ein kunstinteressiertes Publikum als auch an Menschen, die neugierig auf die Verbindung von Forschung, Klang und visuellen Medien sind.
Beitragsbild: © Artem Sivashenko.