Hohe Landesauszeichnung in der Alten Universität
Landeshauptmann Mario Kunasek überreichte Peter Kaiser das Große Goldene Ehrenzeichen des Landes Steiermark mit dem Stern bei einem Festakt in der Aula der Alten Universität. Die Auszeichnung zählt zu den höchsten Ehrungen des Landes. An der Feier nahmen Kaisers Familie, politische Wegbegleiter sowie Vertreter aus der Steiermark und aus Kärnten teil.
Unter den Gästen waren der amtierende Kärntner Landeshauptmann Daniel Fellner, Kärntens Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber sowie die früheren steirischen Landeshauptleute Christopher Drexler und Hermann Schützenhöfer. Damit versammelte der Festakt mehrere politische Generationen aus beiden Bundesländern.
Die Ehrung hob besonders die Zusammenarbeit der beiden Nachbarländer hervor. Kunasek verwies auf die gemeinsame Steiermark-Kärnten-Konferenz und auf die Koralmbahn als sichtbares Ergebnis des engeren Zusammenwachsens im Süden Österreichs. Kaiser habe die Beziehungen zwischen den Ländern über viele Jahre mitgestaltet, so der Landeshauptmann.
Koralmbahn verbindet Steiermark und Kärnten
Auch Kärntens amtierender Landeshauptmann Daniel Fellner stellte die neue Bahnverbindung in den Mittelpunkt. Sie verkürze die Distanz, während politische und persönliche Kontakte die Kooperation bereits lange zuvor vertieft hätten. Die Zusammenarbeit betrifft neben dem Verkehr auch wirtschaftliche, gesellschaftliche und bildungspolitische Fragen.
Kaiser erinnerte bei seiner Dankesrede an seine persönliche Verbindung zur Steiermark. Seine Partnerin Uli war Tunnelpatin des Koralmtunnels, seine Großmutter stammte aus Stainz. Zugleich sprach er sich dafür aus, die abgestimmte Arbeit der beiden Landesregierungen fortzusetzen.
Mehr als fünf Jahrzehnte in der Politik
Peter Kaiser wurde 1958 in Klagenfurt geboren und studierte Soziologie und Pädagogik bis zum Doktorat. Er war von 1986 bis 1989 Mitglied des Klagenfurter Gemeinderates und gehörte mit Unterbrechungen dem Kärntner Landtag an. Von 2008 bis 2010 arbeitete er als Landesrat, danach bis 2013 als Landeshauptmann-Stellvertreter.
In der Laudatio wurde auch Kaisers langjähriger Schwerpunkt Bildung hervorgehoben. Er verband sein politisches Engagement mit einem Studium der Soziologie und Pädagogik und maß Bildungsfragen in mehreren Regierungsfunktionen einen hohen Stellenwert bei.
Von 2013 bis 2026 stand Kaiser als Landeshauptmann an der Spitze Kärntens. Insgesamt war er nach Angaben des Landes 52 Jahre politisch aktiv. Mit der steirischen Auszeichnung wurden damit sowohl seine lange öffentliche Tätigkeit als auch sein Einsatz für die länderübergreifende Zusammenarbeit gewürdigt.
Beitragsbild: © Land Steiermark/Robert Binder.