Hunderte Anzeigen bei zwei Kontrolltagen
Auf dem Kontrollplatz an der A2 nahmen die angehenden Spezialist:innen ein breites Spektrum unter die Lupe. Unter den 54 überprüften Schwerfahrzeugen waren zwei Reisebusse, zwei Tiertransporter, drei Gefahrguttransporter, zwei Abfalltransporte und vier Sondertransporte. Unterstützt wurden die Kontrollen durch einen technischen Prüfzug des Landes Steiermark.
Die Bilanz zeigt zahlreiche Beanstandungen: Erfasst wurden 233 Anzeigen im Zusammenhang mit Lenk- und Ruhezeiten sowie Kontrollgeräten. Weitere 151 Anzeigen betrafen technische Mängel, 28 die Ladungssicherung und 16 das Gefahrgutrecht. Hinzu kamen 47 sonstige Anzeigen. In 77 Fällen hoben die Kontrollorgane vorläufige Sicherheitsleistungen von insgesamt rund 65.000 Euro ein.
Busse und Sondertransporte mussten stoppen
Besonders gravierend waren die Mängel an den beiden kontrollierten Reisebussen. Laut Polizei bestand bei beiden Fahrzeugen Gefahr im Verzug. Die Kennzeichentafeln wurden abgenommen, die Fahrgäste konnten ihre Reise erst mit Ersatzbussen fortsetzen.
Auch sämtliche vier Sondertransporte wurden vorübergehend angehalten. Ausschlaggebend waren technische Mängel, Probleme bei der Ladungssicherung oder fehlende beziehungsweise nicht passende Bewilligungen. Von den drei kontrollierten Gefahrguttransportern wurden zwei aus dem Verkehr gezogen: bei einem wegen technischer Mängel, beim anderen wegen unzureichender Ladungssicherung. Die Weiterfahrt war jeweils erst nach Behebung der Beanstandungen möglich.
Vier neue Kontrollorgane für die Steiermark
Die Kontrollen bildeten den Praxisteil des zwölften bundesweiten Grundausbildungslehrgangs für Schwerverkehrskontrollorgane des Innenministeriums. Der Kurs lief von 28. September bis 9. Oktober in Weiz und am Verkehrskontrollplatz Ilztal. Sieben Tage Theorie wurden durch praktische Einsätze ergänzt.
Insgesamt nahmen 20 Polizist:innen aus sieben Bundesländern teil, vier davon aus der Steiermark. Je vier kamen zudem aus Oberösterreich und Tirol, je drei aus Kärnten und Salzburg sowie je eine Person aus Niederösterreich und Wien. Alle bestanden am 9. Oktober die schriftliche Abschlussprüfung.
Als speziell geschulte Organe sollen sie künftig bei Kontrollen nach dem Kraftfahrgesetz technische Zustände beurteilen, Lenk- und Ruhezeiten überprüfen und Verstöße im Schwerverkehr dokumentieren. Damit stehen der steirischen Polizei vier weitere Kräfte für spezialisierte Schwerverkehrskontrollen zur Verfügung.
Beitragsbild: © Polizei Steiermark.