Neue Materialien für Redox-Flow-Batterien
Im Projekt „VanillaFlow and beyond“ wird Künstliche Intelligenz eingesetzt, um neuartige Moleküle und papierbasierte Membranen für Redox-Flow-Batterien zu entwickeln. Solche Batteriesysteme kommen als stationäre Speicher für erneuerbare Energie infrage. Die Kooperation verbindet damit Materialforschung mit einer konkreten Frage der Energiewende: wie erzeugter Strom für eine spätere Nutzung gespeichert werden kann.
Ziel der Entwicklung sind kostengünstige, recycelbare und biologisch abbaubare Materialien. Dadurch soll auch die Abhängigkeit von kritischen Rohstoffen sinken. Die angestrebten Materialeigenschaften sind Entwicklungsziele der Forschungskooperation.
VERENA zeichnet Kooperationen im Energiebereich aus
Der von VERBUND gestiftete Sonderpreis VERENA würdigt gemeinsame Innovationsprojekte von Unternehmen und Universitäten, Fachhochschulen oder außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Das Spektrum reicht von Elektrizitäts- und Energiesystemen über Energieeffizienz und Energiemanagement bis zu erneuerbaren Energien und Elektromobilität.
Der Staatspreis Innovation wurde 2026 zum 46. Mal vergeben. Organisiert wird er von der Austria Wirtschaftsservice GmbH im Auftrag des Wirtschaftsministeriums. ECOLYTE und die TU Graz erhielten einen Sonderpreis innerhalb dieses Wettbewerbs.
AT&S unter den sechs Nominierten für den Hauptpreis
Auch AT&S war mit einem steirischen Projekt in der Finalrunde vertreten. Bei der Entwicklung „Leistungsschub für die nächste Generation von KI-Rechenzentren“ werden Halbleiter direkt in Leiterplatten integriert. Der Ansatz soll eine kompakte und effiziente Stromversorgung von Hochleistungsprozessoren ermöglichen.
Den Hauptpreis gewann die oberösterreichische EV Group. Deren ausgezeichnete Technologie nutzt Infrarot-Laser zum präzisen Ablösen und Übertragen ultradünner Siliziumschichten.
Innovationspreis Steiermark 2027: Einreichung bis 4. Dezember
Für ECOLYTE folgt die neue Auszeichnung auf den Innovationspreis Steiermark vom 8. April 2026 in der Kategorie „Nachhaltigkeit – Kleinst- und Kleinunternehmen“. Für den nächsten Landeswettbewerb läuft bereits die Einreichung.
Steirische Unternehmen und Forschungseinrichtungen können Projekte aus Digitalisierung oder Nachhaltigkeit bis 4. Dezember 2026 einreichen. Gefragt sind Entwicklungen mit erkennbarem Anwendungs- und Marktbezug, die kurz vor der Marktumsetzung stehen oder bereits am Markt sind. Vorausgesetzt werden ein klarer Innovationsfokus und ein Beitrag zur regionalen Wertschöpfung. Bewertet werden unter anderem Innovationsgehalt, unternehmerisches Risiko, Marktchancen und gesamtwirtschaftliche Effekte. Auch Kooperationen und Qualifizierungseffekte zählen zu den Kriterien.
Beitragsbild: © Austria Wirtschaftsservice GmbH/APA-Fotoservice/Martin Lusser.