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Sieben Cembali und 53 Tonbandspuren: „HPSCHD“ kommt ins MUMUTH

Die Kunstuniversität Graz bringt John Cages und Lejaren Hillers Multimediawerk „HPSCHD“ am 3. November 2026 in den György-Ligeti-Saal des MUMUTH. Sieben Cembali, 53 Tonbandspuren und kollektive Lichtarchitekturen verbinden Alte Musik, Computermusik und Bildende Kunst; der Einlass läuft von 18:00 bis 21:00 Uhr durchgehend.

von Joachim Bacher
Cembalo im Freien als Symbolbild für die Aufführung HPSCHD im MUMUTH

Ein audiovisuelles Werk zwischen Barock und Computerklang

„HPSCHD“ von John Cage und Lejaren Hiller ist am Dienstag, 3. November 2026, im György-Ligeti-Saal des MUMUTH zu erleben. Die Aufführung beginnt um 18:00 Uhr und dauert bis 21:00 Uhr. Das Publikum kann während dieses Zeitraums fortlaufend eintreten. Um 19:00 Uhr ist zusätzlich ein „Living Room“ in der MUMUTH-Lounge vorgesehen.

Der Titel leitet sich vom englischen Wort „harpsichord“ für Cembalo ab. Entsprechend groß ist die Besetzung: Sieben Cembali treffen auf 53 Tonbandspuren. Statt eines klassischen Konzertablaufs entsteht eine räumliche und visuelle Situation, in der sich historische Instrumente, elektronisch erzeugte Klänge und Licht überlagern.

Drei KUG-Bereiche arbeiten gemeinsam

Für die Grazer Produktion kooperieren die Institute für Alte Musik und Aufführungspraxis sowie für Elektronische Musik und Akustik mit dem Bereich Bildende Kunst. Studierende entwickeln kollektive Lichtarchitekturen, die den bewusst überbordenden Klangraum ergänzen. Die künstlerische Arbeit wird von Anke Eckardt, Michael Hell und Marko Ciciliani geleitet.

Die sieben Cembali spielen Studierende aus dem Umfeld von Michael Hell, Professor für Cembalo und Generalbass. Studierende des Instituts für Elektronische Musik und Akustik arbeiten unter der Leitung von Marko Ciciliani, Professor für Komposition, Computermusik und Sounddesign. Mit Anke Eckardts Studierenden ist die Bildende Kunst erstmals direkt in eine KUG-Abonnementveranstaltung dieser Reihe eingebunden.

Uraufführung kurz vor der ersten Mondlandung

Das Werk entstand für das hundertjährige Jubiläum der University of Illinois und wurde 1969 uraufgeführt, wenige Monate vor der ersten bemannten Mondlandung. Die neue Grazer Umsetzung nimmt den damaligen Technikoptimismus auf und fragt, welche Bedeutung der audiovisuelle „Overload“ im Jahr 2026 haben kann. Zugleich kehrt „HPSCHD“ damit in jenen universitären Kontext zurück, aus dem das Werk ursprünglich hervorgegangen ist.

Karten sind im Vorverkauf der Kunstuniversität und an der Abendkasse erhältlich. Als Veranstaltungsort dient das MUMUTH in der Lichtenfelsgasse 14 in Graz. Durch den kontinuierlichen Einlass eignet sich der Abend auch für Besucher:innen, die nur einen Ausschnitt der dreistündigen Klang- und Lichtsituation erleben möchten.

Beitragsbild (Symbolfoto): © Alexander Wenzel.

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