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Med Uni Graz beruft Franziska Großschädl zur Professorin für Pflegewissenschaft

Franziska Großschädl ist seit 1. Oktober 2026 Universitätsprofessorin für Pflege- und Gesundheitswissenschaften an der Med Uni Graz. Die gebürtige Grazerin forscht zu gesundem Altern sowie zu Gesundheitskompetenz und leitet den österreichischen Teil eines internationalen Doktoratsstudiums. In ihrer neuen Funktion möchte sie Forschung, Lehre und Pflegepraxis enger verbinden.

von Joachim Bacher
Porträt von Franziska Großschädl, Professorin für Pflege- und Gesundheitswissenschaften an der Med Uni Graz.

Neue Professur am Institut für Pflege- und Gesundheitswissenschaften

Mit der Berufung übernimmt eine Wissenschaftlerin die Professur, die seit Jahren am Institut tätig ist. Großschädl arbeitet dort seit 2015, habilitierte sich 2019 im Fach Gesundheitswissenschaften und übernahm 2025 die Funktion der supplierenden Institutsvorständin. Zuvor war sie mehrere Jahre stellvertretende Vorständin.

Die 1984 in Graz geborene Forscherin schloss 2009 ihr Masterstudium in Gesundheits- und Pflegewissenschaft an der Med Uni Graz ab und promovierte dort 2013. Neben dem Studium sammelte sie Erfahrung als Forschungsassistentin bei der KAGes. Danach arbeitete sie als Study Nurse für Brustkrebsstudien an der Grazer Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Von 2012 bis 2015 war sie am Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie tätig.

Alternsforschung und digitale Gesundheitskompetenz

Am Beginn ihrer wissenschaftlichen Laufbahn untersuchte Großschädl vor allem Adipositas, soziale Ungleichheiten und gesundheitliche Folgen. Inzwischen stehen gerontologische Fragen, Pflege und Versorgung sowie Gesundheitskompetenz im Mittelpunkt. Ein Schwerpunkt ist, wie Menschen im Umgang mit digitalen Gesundheitsinformationen unterstützt werden können.

Zu ihren Kooperationen zählen Projekte zu Altern und geriatrischer Pflege mit der Universität Göteborg. Sie arbeitet außerdem in der Age and Care Research Group Graz mit, einem Forschungsverbund der vier Grazer Universitäten. Ziel ihrer Arbeit ist es nach eigener Darstellung, wissenschaftlich begründete Erkenntnisse zu entwickeln und in die Pflege- und Versorgungspraxis zu übertragen.

Internationale Ausbildung und Förderung des Nachwuchses

Großschädl verantwortet die österreichische Programmleitung des internationalen Doktoratsstudiums Nursing Science, das sie gemeinsam mit Kolleg:innen der Universität Maastricht und der Fachhochschule Bern leitet. An der Med Uni Graz wirkte sie auch an der Entwicklung des Mastercurriculums Interprofessionelle Gesundheitswissenschaften mit.

Als Leiterin der Teaching Unit „Interprofessionelle Forschung und Praxis im Gesundheitswesen“ setzt sie auf die Verbindung unterschiedlicher Gesundheitsberufe. Studierende und Nachwuchsforscher:innen sollen früh in Forschungsprojekte, Lehre und internationale Netzwerke eingebunden werden. Praxisbezogene Masterarbeiten und Dissertationen gehören ebenso dazu wie Austausch und Mobilität.

Für die kommenden Jahre plant Großschädl den Ausbau von Forschungsgruppen und neue Lehrangebote. Alternsforschung und digitale Gesundheitskompetenz sollen dabei zentrale Themen bleiben. Weitere internationale Kooperationen und eine engere Verbindung mit der Praxis zählen ebenfalls zu ihren angekündigten Vorhaben.

Beitragsbild: © Sandra Klein.

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