Startseite Nachrichten21 neue Rettungswagen für die Steiermark: Erste Fahrzeuge in Leibnitz und Liezen

21 neue Rettungswagen für die Steiermark: Erste Fahrzeuge in Leibnitz und Liezen

Das Rote Kreuz Steiermark erneuert einen Teil seiner Rettungsflotte: In einer ersten Lieferwelle kommen 21 Fahrzeuge in mehrere Bezirke; die ersten beiden neuen VW-Transporter sind bereits in Leibnitz und Liezen unterwegs. Die übrigen Rettungswagen sollen in den nächsten Monaten folgen. Ein vollständig ausgestattetes Fahrzeug kostet nach Angaben der Organisation rund 120.000 Euro.

von Joachim Bacher
Fahrerbereich eines neuen VW-Rettungswagens des Roten Kreuzes Steiermark mit Lenkrad und Einsatztablet

Neue Rettungswagen für mehrere steirische Bezirke

Von den 21 Fahrzeugen der ersten Lieferwelle sind 16 VW-Transporter und fünf Ford Transit Custom. Die Verteilung reicht von der Obersteiermark bis in den Süden und Westen des Landes. Vier der neuen VW-Fahrzeuge sind für Graz vorgesehen, drei für Weiz. Je zwei gehen nach Bruck-Mürzzuschlag, Liezen und Murau. Deutschlandsberg, das Murtal und Leibnitz erhalten jeweils einen VW-Transporter.

Die fünf Ford Transit Custom werden auf zwei weitere Bezirke aufgeteilt: Drei Fahrzeuge sind für Voitsberg bestimmt, zwei für die Südoststeiermark. Mit den bereits eingesetzten Wagen in Leibnitz und Liezen hat der Austausch begonnen; die gesamte angekündigte Lieferung ist damit noch nicht abgeschlossen.

Nach fast zehn Jahren beginnt der Modellwechsel

Die neuen Fahrzeuge lösen schrittweise die bisher eingesetzten VW T6 ab. Diese prägten laut Rotem Kreuz beinahe ein Jahrzehnt lang die steirische Rettungsflotte. Beim Ersatz geht es nicht nur um das Grundfahrzeug: Bis ein Rettungswagen einsatzbereit ist, kommen der spezifische Ausbau und die medizinische Ausstattung hinzu.

Für ein komplett ausgerüstetes Fahrzeug nennt die Organisation Kosten von rund 120.000 Euro. Üblicherweise bleibt ein Rettungswagen sieben bis neun Jahre im Einsatz. In dieser Zeit legt er nach Angaben des Roten Kreuzes etwa 450.000 bis 500.000 Kilometer zurück. Die Anschaffung ist daher Teil einer laufenden Erneuerung und keine vollständige Umstellung des Fuhrparks auf einmal.

Mehr Platz im Cockpit und neue Assistenzsysteme

An der neuen Generation wurde rund eineinhalb Jahre gearbeitet. Beteiligt waren das Rote Kreuz, der Fahrzeugausbauer Dlouhy, VW Nutzfahrzeuge und Porsche Graz. Zu den Änderungen zählen neue Assistenzsysteme sowie angepasste Sitze und mehr Platz im Fahrerbereich. Die Organisation will damit die Arbeitsbedingungen für ihre Einsatzteams verbessern.

Wie stark die Fahrzeuge im Alltag beansprucht werden, zeigen die steirischen Flottendaten: Das Rote Kreuz betreibt landesweit 393 Rettungsfahrzeuge. Zusammen legen sie jährlich nahezu 18 Millionen Kilometer zurück. Die Organisation nennt knapp 550.000 Einsätze und mehr als 150.000 versorgte Patientinnen und Patienten pro Jahr. Die neue Lieferung ersetzt vor diesem Hintergrund einen begrenzten Teil der bestehenden Flotte.

Beitragsbild: © Riccardo Invernizzi.

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