Neue Fotoserie verbindet vier Werkzyklen
Im Mittelpunkt der angekündigten Schau steht nicht nur ein Rückblick auf einzelne Arbeiten. Eibl entwickelt dafür ein fotografisches Ensemble, das ihre bisherigen Werkgruppen zusammenführen soll. Die Schwarz-Weiß-Serie wird stellenweise von Hand koloriert und in ausgewählten historischen oder ungewöhnlichen Fotorahmen präsentiert.
Diese Rahmen sammelt die Künstlerin seit mehr als zehn Jahren für den Zyklus „Codex Cornice“. Für die neue Arbeit greift sie auf digitale und analoge Fotografien aus ihrem Ideenarchiv zurück. Weitere Motive entstehen durch Inszenierungen oder werden im Laufe der Arbeit gefunden. Eibl versteht dieses Ensemble als einen Schlüssel zur Werkschau: Die neue Serie soll Verbindungen zwischen Arbeiten sichtbar machen, die zunächst sehr unterschiedlich wirken.
Malerei, Zeichnung und Fotografie im Wechsel
Seit 2005 arbeitet Eibl abwechselnd und aufeinander aufbauend an mehreren Zyklen. Die vier Hauptgruppen tragen die Namen „Hiatus“, „Vagant“, „Codex Cornice“ und „Vigor“. Dabei wechselt sie bewusst sowohl die Materialien als auch die künstlerischen Ausdrucksformen. Ihr Spektrum reicht von Malerei und Grafik über Druckgrafik, Skulptur und Plastik bis zu Collage und Fotografie.
Fotografische Aufnahmen nutzt sie nach eigener Beschreibung unter anderem als Skizze, Dokumentation, kompositorische Studie und als Ausgangspunkt für andere Arbeiten. Das zur Ausstellung vorgestellte Motiv „status-transitus“ entstand hingegen 2024 mit Bleistift und Buntstift auf Karton. Die 43 mal 44 Zentimeter große Arbeit verbindet eine weitgehend graue Zeichnung mit einem farbig gemusterten Gegenstand.
Vernissage in Leibnitz und Besuche bis Jänner
Kurator Klaus-Dieter Hartl begrüßt die Gäste der Eröffnung. Die Einführung übernimmt Günther Holler-Schuster vom Universalmuseum Joanneum. Anschließend läuft die Ausstellung von 14. November 2026 bis 15. Jänner 2027 in der Galerie Marenzi, Bahnhofstraße 14 in Leibnitz.
Die regulären Öffnungszeiten sind samstags von 10:00 bis 14:00 Uhr; an Feiertagen bleibt die Galerie geschlossen. Besuche außerhalb dieser Zeiten sind nach telefonischer Vereinbarung unter 03452 76506 möglich.
Eibl arbeitet als freischaffende Künstlerin in Berlin-Neukölln und in Lang bei Leibnitz. Sie studierte Kunst in Berlin, Mailand und São Paulo.
Beitragsbild: „status-transitus“, 2024, Bleistift und Buntstift auf Karton, © Ola Eibl.