Startseite NachrichtenCrossroads 2026: Filmfestival in Graz ohne fixe Ticketpreise

Crossroads 2026: Filmfestival in Graz ohne fixe Ticketpreise

Von 20. bis 28. November 2026 verbindet das Crossroads Festival in Graz Dokumentarfilme mit Gesprächen, Workshops und Begegnungen. Im Programm stehen Frauenrechte, psychische Gesundheit, Umweltfragen und das Zusammenleben in Städten. Statt fixer Ticketpreise bittet das Festival um freiwillige Beiträge; auch Menschen ohne finanziellen Beitrag werden ausdrücklich eingeladen.

von Joachim Bacher
Filmstill aus Cutting Through Rocks: zwei Personen mit Winterhauben auf einem Motorrad

Eröffnungsfilm im Grazer Heimatsaal

Der Auftakt ist für Freitag, 20. November 2026, um 19:00 Uhr im Heimatsaal des Volkskundemuseums angekündigt. Der Veranstaltungsort liegt in der Paulustorgasse 13a im ersten Stock. Als Eröffnungsfilm ist „Cutting Through Rocks“ von Sara Khaki und Mohammadreza Eyni zu sehen.

Der Dokumentarfilm begleitet Sara Shahverdi, die sich in ihrem Dorf im Iran für die Rechte von Frauen einsetzt. Dazu gehören ihr Vorgehen gegen Kinderehen und Motorradunterricht für Mädchen. Der Film wurde beim Sundance-Festival mit dem großen Jurypreis im internationalen Dokumentarfilmwettbewerb ausgezeichnet.

Österreichpremieren und Gespräche mit Filmschaffenden

Crossroads findet 2026 zum dreizehnten Mal statt. Zu den angekündigten Österreichpremieren gehört „The Dads“ von Luchina Fisher am 21. November um 20:30 Uhr. Im Anschluss ist ein Gespräch mit dem Protagonisten Stephen Chukumba über Solidarität, Unterstützung und fürsorgliche Männlichkeitsbilder vorgesehen.

Am 25. November um 18:00 Uhr folgt „A Fox Under a Pink Moon“. „Everybody to Kenmure Street“ steht am 27. November um 20:30 Uhr auf dem Programm. Beide Vorführungen finden ebenfalls im Heimatsaal statt. Die Programmblöcke reichen von queer-feministischen Perspektiven über psychische Gesundheit und das Verhältnis zwischen Menschen und Tieren bis zu Umweltschutz und dem Recht auf Stadt.

Für die Filmauswahl zeichnet ein neues Kurator:innen-Team verantwortlich: Hannah Charpin-Ziegler, Erika Gödl, Lilith Ondas, Marie Hammerl und Josef Obermoser. Diskussionen und Gespräche ergänzen die Vorführungen; einzelne im Programm noch als angefragt gekennzeichnete Gäste sind dabei nicht als fix zugesagt zu verstehen.

Kleidertausch, Workshops und freiwillige Beiträge

Das Festival beschränkt sich nicht auf den Kinosaal. Am 21. November gibt es im Heimatsaal von 14:00 bis 17:30 Uhr einen Kleidertausch und von 15:00 bis 17:00 Uhr ein Speed Friending zum Kennenlernen. Weitere Angebote verteilen sich unter anderem auf das Spektral am Lendkai 45, das Schubertnest und die Akademie Graz.

Für einen langen Film empfiehlt das Festival einen freiwilligen Beitrag von 6 Euro, für einen Workshop, Vortrag oder eine Diskussion 4 Euro. Dabei handelt es sich nicht um verpflichtende Ticketpreise: Auch wer nichts beitragen kann, ist nach dem ausdrücklich offenen Zugangskonzept willkommen. Die Beiträge sollen helfen, die Durchführung des Festivals zu ermöglichen.

Beitragsbild: Filmstill aus „Cutting Through Rocks“, © Sara Khaki.

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