120 Fahrzeuge in wenigen Stunden überprüft
An der Aktion unter Federführung der Landesverkehrsabteilung beteiligten sich auch Arbeitsinspektorat, Finanzpolizei und das Land Steiermark. Rund 120 Fahrzeuge wurden genauer kontrolliert. Im Fokus standen der technische Zustand, die Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten sowie der gewerbliche Güterverkehr. Mehr als 30 Organmandate kamen zur Anzeigenbilanz hinzu.
Die Aktion fand am Dienstag, 13. Oktober 2026, statt. Einen genauen Kontrollzeitraum nannte die Polizei nicht; laut Aussendung wurden die rund 120 Fahrzeuge innerhalb weniger Stunden überprüft. Der gemeinsame Einsatz verband Straßenaufsicht, technische Prüfung sowie arbeitsrechtliche und finanzpolizeiliche Kontrollen.
Die Kontrollen sollten nach Angaben der Polizei akute Gefahrenquellen beseitigen und zugleich das Bewusstsein für technische Sicherheit und gesetzliche Vorgaben stärken. Die Bilanz zeigt, dass die Aktion weit über einzelne Tempoverstöße hinausging.
Defekte Bremsen, gebrochene Rahmen und abgefahrene Reifen
Bei zehn Fahrzeugen stellten die Prüforgane so schwere technische Defekte fest, dass eine Weiterfahrt nicht möglich war. Genannt wurden funktionsunfähige Bremsanlagen, undichte Bremsleitungen, gebrochene Fahrzeugrahmen, starker Ölverlust, massiver Druckluftverlust im Bremssystem und vollständig abgefahrene Reifen. Die Kennzeichen wurden jeweils noch vor Ort abgenommen.
Auch bei den Lenkerkontrollen gab es Folgen: Einer Person wurde nach übermäßigem Alkoholkonsum der Führerschein abgenommen. Zwei weitere Fahrer hatten nicht die für ihr Fahrzeug erforderliche Lenkberechtigung.
Gewerblicher Verkehr und Betriebe im Visier
Im gewerblichen Güterverkehr wurden insgesamt 93 Anzeigen nach dem Kraftfahrgesetz erstattet. Das Arbeitsinspektorat richtete 15 Aufforderungen an Arbeitgeber und erstattete elf Anzeigen nach der Arbeitsmittelverordnung. Die Finanzpolizei kontrollierte 49 Betriebe. Dabei wurden laut Aussendung unter anderem offene Steuerrückstände sowie Verstöße gegen das Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz, die Gewerbeordnung und das Ausländerbeschäftigungsgesetz festgestellt.
Parallel liefen Radarmessungen entlang der Friesacher Straße. Insgesamt wurden 318 Geschwindigkeitsüberschreitungen dokumentiert. Welche Sanktionen in den einzelnen Fällen folgen, entscheiden die jeweils zuständigen Behörden.
Das Beitragsbild zeigt einen bei der Aktion kontrollierten Transporter mit Anhänger. Laut Polizei war bei diesem Fahrzeug die höchstzulässige Gesamtmasse überschritten.
Beitragsbild: © Polizei Steiermark.