Acht Fahrzeugplätze und neue Fachwerkstätten
Das neue Gebäude in der Südsteiermark umfasst rund 2.525 Quadratmeter Bruttogeschoßfläche. Fünf Werkstättenplätze sind für Lkw und gepanzerte Räderfahrzeuge vorgesehen, drei weitere für Kleinfahrzeuge. Hinzu kommen eigene Bereiche für Waffen sowie für Informations- und Kommunikationstechnologie, kurz IKT. Die acht Fahrzeugplätze bezeichnen die bauliche Ausstattung und sind keine Angabe zu neuen Personalstellen.
Zur technischen Ausstattung gehören ein Bremsenprüfstand, eine Kfz-Waschanlage und eine Reifenmontierwerkstätte. Ein Werkzeugdepot und ein Ersatzteillager ergänzen die Arbeitsbereiche. Für die Beschäftigten sind außerdem Kanzleien, Aufenthaltsräume und Sanitärbereiche vorgesehen. Der Neubau ersetzt bisherige, nicht mehr zeitgemäße Einrichtungen am Standort.
Instandhaltung für Hunderte Fahrzeuge und Geräte
Die Größenordnung der Aufgaben lässt sich an den bisherigen Jahresleistungen ablesen: In Straß wurden bereits rund 400 Fahrzeuge, 800 Waffen und 500 IKT-Geräte pro Jahr instand gehalten beziehungsweise überprüft. Diese Zahlen beschreiben die bisherigen Arbeiten und sind nicht als zusätzliche Kapazität des Neubaus zu verstehen.
Die neue Infrastruktur soll auch den Anforderungen durch laufende Beschaffungen von Fahrzeugen und Ausrüstung gerecht werden. Bei der Eröffnung betonte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner den Zusammenhang zwischen moderner Ausrüstung und deren verlässlicher Instandhaltung. Sie sieht darin einen Beitrag zur Einsatzbereitschaft des Bundesheeres.
An der Schlüsselübergabe und dem Durchschneiden des Eröffnungsbandes nahm auch Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom teil. Sie hob die Bedeutung der Kaserne für die Südsteiermark hervor und verwies auf Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung. Konkrete zusätzliche Stellenzahlen wurden in der Mitteilung zur Eröffnung nicht genannt.
Photovoltaik am Dach, Restarbeiten bis Jahresende
Die Werkstättenhalle wurde innerhalb der vorgesehenen Bauzeit von zwölf Monaten fertiggestellt. Die bisherigen Fachwerkstätten werden derzeit in das neue Gebäude übersiedelt. Die offizielle Eröffnung bedeutet damit noch nicht, dass sämtliche Arbeiten des Gesamtprojekts beendet sind.
Zu den ausstehenden Maßnahmen gehört die Errichtung eines Löschwasserteichs. Der Abschluss dieser letzten Baumaßnahmen ist voraussichtlich bis Ende 2026 geplant. Auf dem Dach verfügt die Werkstätte über eine Photovoltaikanlage mit 40 Kilowatt-Peak Leistung. Im Zuge des Neubaus wurden außerdem die bestehenden Gebäude im Garagenbezirk von Gasversorgung auf Nahwärme umgestellt.
Beitragsbild: © Land Steiermark.