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ORF-Park in Graz heißt jetzt Emil-Breisach-Park

Der bisherige ORF-Park in Graz-St. Peter trägt seit 8. Oktober 2026 den Namen Emil-Breisach-Park. Beim Festakt am Landesstudio wurde eine neue Tafel mit Informationen zum Kulturförderer enthüllt. Die Benennung geht auf einen einstimmigen Gemeinderatsbeschluss zurück und würdigt Breisachs langjähriges Wirken für Rundfunk, Kunst und Kultur.

von Joachim Bacher
Neue Namenstafel des Emil-Breisach-Parks beim Festakt am 8. Oktober 2026 in Graz.

Neue Parktafel erinnert an einen steirischen Kulturförderer

Die Initiative zur Benennung kam von der Akademie Graz und dem ORF Steiermark. Der Grazer Gemeinderat beschloss die Namensgebung im Juni 2026 einstimmig. Am 8. Oktober wurde sie mit einem Festakt öffentlich sichtbar: Neben dem neuen Namen erläutert die Tafel das Leben und Wirken Emil Breisachs.

Zur Feier kamen Angehörige, Wegbegleiter:innen sowie Vertreter:innen aus Kultur, Medien und Politik. Die Künstlerin Choe’ Ryo gestaltete die musikalische Umrahmung mit einem Werk des Komponisten Johannes Maria Staud. Bürgermeisterin Elke Kahr bezeichnete die Benennung als dauerhafte Anerkennung für Breisachs Beitrag zum Grazer Kulturleben.

Emil Breisach prägte den ORF Steiermark von 1967 bis 1988

Der 1923 in Stockerau geborene Breisach übersiedelte 1933 nach Graz. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann seine Arbeit beim Rundfunk. Bereits 1946 übernahm er die Leitung der Abteilung Unterhaltung und Kabarett. Von 1967 bis 1988 führte er das ORF-Landesstudio Steiermark als Intendant und war damit dessen bisher längstdienender Leiter.

Seine Tätigkeit reichte weit über den Rundfunk hinaus. Breisach arbeitete als Schriftsteller, Theaterregisseur und Kabarettist und unterstützte zahlreiche Künstler:innen. Er war Mitbegründer oder Wegbereiter von Einrichtungen und Initiativen wie Forum Stadtpark, steirischer herbst, ORF-musikprotokoll, La Strada, österreichischer Skulpturenpark und Akademie Graz.

Erinnerung im Park beim Landesstudio

Die rund sieben Hektar große Grünanlage in St. Peter ist eng mit Breisachs ORF-Zeit verbunden. Landesdirektor Gerhard Koch erinnert daran, dass Breisach das Funkhaus in den 1980er-Jahren an diesen Standort übersiedelte. Skulpturen, der Teich und die gemeinschaftliche Nutzung der Anlage gehören heute zum Umfeld des Landesstudios.

Vizebürgermeisterin Judith Schwentner betont, dass damit erstmals ein Ort in Graz Breisachs Namen trägt. Kulturstadträtin Claudia Unger hebt die fortdauernde Bedeutung seiner Impulse hervor. Die neue Tafel macht diese Geschichte auch für Menschen zugänglich, die den Park im Alltag besuchen.

Die Benennung steht zugleich im Vorfeld des 40-jährigen Bestehens der Akademie Graz im Jahr 2027. Breisach gründete sie 1987. Akademieleiterin Astrid Kury sieht in der Würdigung des 2015 verstorbenen Kulturschaffenden auch eine Erinnerung an dessen Verständnis von zeitgenössischer Kunst und Kulturarbeit als gesellschaftlichem Austausch.

Beitragsbild: © Stadt Graz/Fischer.

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