Ein Führungswechsel mit Bedeutung für die steirischen Spitäler
Die Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft zählt zu den größten Unternehmen des Bundeslandes. Ein Jahresumsatz von rund 1,8 Milliarden Euro, etwa 1,8 Millionen ambulante Erstkontakte und 210.000 stationäre Patient:innen verdeutlichen die Größenordnung der Aufgabe an der Spitze des steirischen Spitalsträgers.
Schaflinger war im Juli 2026 von der Landesregierung nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren bestellt worden. Gerhard Stark hatte den Vorsitz bis Ende September ausgeübt. Aufsichtsratsvorsitzender Peter Umundum begründet die Auswahl seines Nachfolgers mit dessen medizinischer Erfahrung, Führungskompetenz und Kenntnis der steirischen Krankenhäuser.
Jahrzehntelange Erfahrung am LKH Mürzzuschlag
Der neue Vorstandsvorsitzende leitete von Juni 1998 bis September 2026 die Abteilung für Innere Medizin am LKH Mürzzuschlag. Ab 2005 war er außerdem Ärztlicher Direktor des Krankenhausverbundes Mürzzuschlag-Mariazell beziehungsweise des heutigen LKH Hochsteiermark. Seit 2020 steht er dem Landessanitätsrat Steiermark vor.
Seine Laufbahn umfasst auch die Tätigkeit als Assistenz- und Oberarzt in Graz von 1987 bis 1998. Schaflinger ist Facharzt für Innere Medizin und verfügt über zusätzliche Qualifikationen in Kardiologie, Gastroenterologie und Hepatologie sowie Geriatrie. Die wissenschaftliche Ausbildung ergänzte er 2017 durch einen Masterabschluss in Medizinischer Genetik. 2024 promovierte er an der Medizinischen Universität Graz zum Doktor der medizinischen Wissenschaft.
Zuhören, Entscheidungen erklären und Investitionen priorisieren
Bei seiner Vorstellung beschrieb Schaflinger das Zuhören, fachlich fundierte Entscheidungen und nachvollziehbare Kommunikation als zentrale Ansprüche. Gemeinsam mit den Beschäftigten und weiteren Beteiligten wolle er Stärken des Gesundheitssystems ausbauen und die Zusammenarbeit verbessern. Transparenz nach innen und außen sei dafür wesentlich.
Ulf Drabek, Vorstand für Finanzen und Technik, nennt klare Prioritäten bei Investitionen, moderne Infrastruktur und digitale Lösungen als Schwerpunkte des gemeinsamen Kurses. Die verfügbaren Mittel sollen möglichst wirksam für die Versorgung eingesetzt werden und zugleich notwendige Weiterentwicklungen ermöglichen.
Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl betont die Bedeutung der Mitarbeiter:innen für die Versorgung und die Weiterentwicklung des Unternehmens. Klubobmann Marco Triller verweist auf das Ziel einer hochwertigen, wohnortnahen und langfristig abgesicherten Gesundheitsversorgung. Diese Aussagen beschreiben die Erwartungen an das neue Vorstandsteam; konkrete Verbesserungen oder zusätzliche Leistungen wurden bei der Vorstellung damit noch nicht zugesagt.
Beitragsbild: © Land Steiermark/Grill.