Überdachtes Schnellladen am Verkehrsknoten St. Michael
Der Standort verbindet das Laden mit einem Aufenthaltsbereich für die Wartezeit. Zur Ausstattung gehören eine Lounge mit Imbiss-Automaten, Sitz- und Verweilmöglichkeiten im Freien sowie ein Erlebnispfad für Kinder und Erwachsene. Die Überdachung schützt die Ladeplätze vor der Witterung. Damit entsteht an einem zentralen Verkehrsknoten der Obersteiermark ein Angebot für regionale Fahrten und längere Reisen.
Bei den Hyperchargern handelt es sich um Ladepunkte mit einer maximalen Leistung von 400 Kilowatt. Wie schnell ein konkretes Auto tatsächlich lädt, hängt unter anderem von seiner Ladefähigkeit und dem Zustand der Batterie ab. Aus der angegebenen Höchstleistung lässt sich deshalb keine einheitliche Ladedauer für alle Fahrzeuge ableiten.
Photovoltaik, Speicher und stärkeres Stromnetz
Eine Photovoltaikanlage auf den Dachflächen und ein Speichersystem unterstützen die Energieversorgung des Ladehubs. Ein wesentlicher Teil der Investition wurde außerdem für die Verstärkung der Netzinfrastruktur eingesetzt. Diese soll die hohen Ladeleistungen am Standort ermöglichen.
Die Energie-Steiermark-Vorstände Martin Graf und Werner Ressi begründen den Ausbau mit den steigenden Anforderungen an ein leistungsfähiges und flächendeckendes Ladenetz. Bürgermeisterin Nicole Sunitsch sieht in dem Projekt eine Stärkung der regionalen Infrastruktur und verweist auf die Lage St. Michaels als Verkehrsknotenpunkt.
Weitere Ladepunkte und Infrastruktur für E-Lkw geplant
Der Ladehub ist als Pilotprojekt für weitere Standorte in der Steiermark vorgesehen. Auch in St. Michael selbst ist eine Erweiterung vorbereitet: Bis zu zehn zusätzliche Ladepunkte sollen hinzukommen können. Zu den vorgesehenen Ausbauschritten zählt außerdem Ladeinfrastruktur für elektrisch betriebene Lastkraftwagen.
Das Unternehmen betreibt derzeit rund 1.450 öffentliche Ladepunkte. Bis Ende 2027 soll diese Zahl auf mehr als 2.000 steigen. Für den weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur sind bis 2030 Investitionen von mehr als 40 Millionen Euro angekündigt. Bestehende Standorte sollen dabei ebenfalls modernisiert und erweitert werden.
Zur bisherigen Nutzung nennt das Unternehmen konkrete Zahlen: Für das Jahr 2025 nennt die Energie Steiermark rund 265.000 Ladevorgänge an ihren Stationen. Dabei wurden insgesamt etwa 6,93 Millionen Kilowattstunden Strom geladen. Der neue Hub ergänzt dieses Netz nun um einen weiteren Schnellladestandort in der Obersteiermark.
Beitragsbild: © Energie Steiermark / Symbol.