Zehn Märkte und elf regionale Perspektiven
Die am 4. November vorgestellte Kampagne steht unter dem Motto „Wofür schlägt dein Herz?“. Elf Einheimische aus den Erlebnisregionen erzählen in Videos von Wintererlebnissen, etwa vom Skifahren, von Thermen oder von regionaler Kulinarik. Aus den einzelnen Beiträgen entsteht auch ein gemeinsamer Film für die gesamte Steiermark.
Zu den Zielmärkten gehören Österreich und Deutschland ebenso wie Ungarn, Tschechien, Polen und Großbritannien. Außerdem werden die Niederlande, die Slowakei, Italien und die Schweiz angesprochen. Die Bewerbung nutzt digitale Außenwerbung sowie Audio- und Fernsehwerbung auf digital vermittelten Kanälen. Kulinarik bleibt ein übergreifender Schwerpunkt.
Das Budget von 1,7 Millionen Euro betrifft die Bewerbung der kommenden Wintersaison gemeinsam mit Erlebnisregionen und Betrieben. Davon zu unterscheiden sind die für 2027 angekündigten Internationalisierungsmaßnahmen mit insgesamt zwei Millionen Euro. Dazu zählen etwa eine Kulinarik-Kooperation mit HelloFresh in Deutschland und gemeinsame Inhalte mit der italienischen GEDI Group.
ChatGPT-Anzeigen sollen bis 15. Dezember laufen
Für Österreich und Deutschland kündigt Steiermark Tourismus erstmals sogenannte ChatGPT-Ads an. Die Kampagne soll bis 15. Dezember 2026 laufen. Die Tourismusgesellschaft beschreibt Anzeigen, die zum Gesprächskontext passen, als gesponsert gekennzeichnet und von den eigentlichen Antworten getrennt erscheinen.
Pro Markt sind neun unterschiedliche Bild- und Textmotive vorgesehen. Sie greifen Natur- und Aktivangebote, Wellness, Kulinarik und Advent auf. Geschäftsführer Michael Feiertag versteht den Einsatz als zusätzlichen Testkanal neben Suchmaschinen-, Social-Media- und Bannerwerbung. Untersucht werden soll, wie gut sich potenzielle Gäste damit in unterschiedlichen Phasen ihrer Reiseplanung erreichen lassen.
Drei KI-Anwendungen werden auf der Urlaubsplattform getestet
Auch beim eigenen Internetangebot sind neue Funktionen in Arbeit. Eine intelligente Suche soll Touren und Unterkünfte anhand frei formulierter Wünsche finden. Daneben sind personalisierte Inhaltsbereiche sowie eine bessere Auffindbarkeit steirischer Angebote durch KI-Systeme vorgesehen.
Die Suche befindet sich bereits in der Testphase, die weiteren Erprobungen sollen in Kürze beginnen. Dafür werden Daten der Plattform strukturiert und miteinander verknüpft. Welche Lösungen später tatsächlich eingesetzt werden, hängt von den Testergebnissen ab. Die Ankündigung bedeutet daher noch keinen flächendeckenden Start aller drei Funktionen.
Beitragsbild: © STG | Jaden Gynes.