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SALUS 2026: Diese steirischen Gesundheitsprojekte wurden ausgezeichnet

Vier steirische Gesundheitsleistungen sind beim „SALUS 2026“ ausgezeichnet worden: die Gesundheitsdrehscheibe der Stadt Graz, das Telemonitoring-Programm „HerzMobil Steiermark“, das Demenz-Früherkennungstool „DigIDe“ und Gerd Hartinger für sein Lebenswerk. Der Steirische Qualitätspreis Gesundheit wurde am 29. Oktober 2026 in der Alten Universität Graz vergeben.

von Joachim Bacher
Die ausgezeichneten Teams und Persönlichkeiten des Steirischen Qualitätspreises Gesundheit SALUS 2026

Gesundheitsdrehscheibe gewinnt in der Gesundheitsförderung

Die Gesundheitsdrehscheibe des Grazer Gesundheitsamtes erhielt den Preis für ihr Angebot „Gesundheit für alle!“. Die Anlaufstelle berät und begleitet Menschen bei Gesundheitsfragen und chronischen Erkrankungen. Die Leistungen sind kostenlos, auf Wunsch anonym, barrierefrei und auch ohne Krankenversicherung zugänglich. Bei Bedarf wird in mehr als 50 Sprachen gedolmetscht.

Im multiprofessionellen Team arbeiten diplomierte Gesundheits- und Krankenpflege, Sozialarbeit, Psychotherapie, klinische Psychologie und Physiotherapie zusammen. Die Jury hob besonders den niederschwelligen Zugang und die Verbindung von medizinischer, psychosozialer und sozialer Unterstützung hervor. Finalisten in dieser Kategorie waren „krisenFEST plus“ von Styria Vitalis und das Präventionsprogramm „Psychisch gesund in Schule und Ausbildung“ der Psychosozialen Dienste Steiermark.

Zwei Preise für digitale Gesundheitsversorgung

In der Kategorie Gesundheitsversorgung wurden zwei Projekte ausgezeichnet. „HerzMobil Steiermark“ der KAGes begleitet Patient:innen mit schwerer Herzschwäche unmittelbar nach einem Krankenhausaufenthalt. Blutdruck, Puls und Gewicht werden per Telemonitoring dokumentiert und von einem Betreuungsteam beobachtet. Laut Gesundheitsfonds ist die Betreuung üblicherweise auf drei, in einzelnen Fällen auf sechs Monate begrenzt.

Bis Ende 2025 wurden 2.267 Betreuungsepisoden gezählt, von Jänner bis Juni 2026 weitere 242. Das Programm soll eine rasche Anpassung der Behandlung ermöglichen. Die Jury verwies außerdem auf eine höhere Lebensqualität und weniger neuerliche Spitalsaufenthalte bei den betreuten Patient:innen.

Der zweite Preis ging an „DigIDe“ der Universität Graz. Das digitale Werkzeug unterstützt Betreuungspersonen dabei, mögliche Demenzentwicklungen bei Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung früh zu erkennen. Körperliche, emotionale und kognitive Veränderungen können systematisch über längere Zeit dokumentiert werden. Ergänzend passt das Programm Testaufgaben an die Fähigkeiten der jeweiligen Person an.

Lebenswerk-Preis für Gerd Hartinger

Gerd Hartinger wurde für sein Lebenswerk geehrt. Als langjähriger Geschäftsführer prägte er die Geriatrischen Gesundheitszentren Graz und etablierte Qualitätsmanagement als strategisches Führungsinstrument. Der Gesundheitsfonds würdigte außerdem seinen Einsatz für wissenschaftlich fundierte Qualitätssicherung und den Wissenstransfer im österreichischen Gesundheitswesen.

Der „SALUS“ wurde 2026 zum 16. Mal vergeben. Der Preis zeichnet Projekte aus, die nach Ansicht der Jury systematisch an Qualität, Sicherheit und nachhaltigen Verbesserungen in der steirischen Gesundheitsförderung oder -versorgung arbeiten.

Beitragsbild: © Gesundheitsfonds / Loske

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