Startseite NachrichtenBurgwald in Graz: 113 Bäume verwandeln den zweiten Burghof

Burgwald in Graz: 113 Bäume verwandeln den zweiten Burghof

Im zweiten Burghof der Grazer Burg hat die Pflanzung eines neuen Stadtwaldes begonnen. Insgesamt 113 Bäume sowie weitere Gehölze und Sträucher sollen den bisher abgeschlossenen Hof bis zum Bauabschluss 2027 in einen öffentlich zugänglichen Grünraum verwandeln und zugleich das Mikroklima in der Innenstadt verbessern.

von Joachim Bacher
Ein großer Baum wird für den neuen Burgwald in der Grazer Burg angeliefert

113 Bäume verändern den zweiten Burghof

Die ersten Bäume für den neuen Burgwald sind Ende Oktober in der Grazer Burg eingetroffen. Das Projekt ist Teil der umfassenden Revitalisierung des historischen Standorts und geht auf den 2023 entschiedenen Architekturwettbewerb zurück. In den kommenden Wochen werden im zweiten Burghof insgesamt 113 Bäume sowie zahlreiche Sträucher und weitere Gehölze gesetzt.

Ein Großteil der Bäume ist bereits stattlich gewachsen, einzelne Exemplare sind mehr als zehn Meter hoch. Dadurch soll der Charakter eines kleinen Waldes unmittelbar nach Abschluss der Pflanzarbeiten sichtbar werden. Die Anlieferung ist logistisch anspruchsvoll: Die tonnenschweren Bäume müssen durch die engen Gassen der Grazer Altstadt und bei laufendem Verwaltungs- und Publikumsbetrieb in den Hof gebracht werden.

Neuer Zugang und mehr als 100 Fahrradplätze

In den vergangenen Monaten wurde das Bodenniveau zum Schauspielhaus hin angeglichen. Bis zum Ende der Bauarbeiten im Jahr 2027 soll dort ein neuer Zugang zur Grazer Burg entstehen. Der bislang wenig zugängliche zweite Hof wird damit geöffnet und soll künftig Besucher:innen, Landesbediensteten sowie Mitarbeiter:innen des Schauspielhauses als Aufenthaltsbereich dienen.

In den Burgwald wird außerdem ein Fahrradabstellplatz mit mehr als 100 Stellplätzen integriert. Das Land verbindet damit die Öffnung des historischen Areals mit zusätzlicher Infrastruktur für Beschäftigte. Nach Angaben des Landes wurde der Hof schon früher als Garten genutzt; die neue Gestaltung greift diese historische Funktion in zeitgemäßer Form wieder auf.

Burgwald soll sommerliche Hitze dämpfen

Die dichte Bepflanzung soll nicht nur gestalterische Wirkung entfalten. Durch Schatten und natürliche Verdunstung soll der Burgwald die sommerliche Überwärmung im Hof verringern. Landeshauptmann Mario Kunasek und Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom sehen darin eine Verbindung von Natur, Geschichte und moderner Architektur sowie eine Aufwertung der Aufenthaltsqualität.

Mit dem Beginn der Pflanzarbeiten wird ein besonders sichtbarer Teil der Burg-Revitalisierung umgesetzt. Vollständig erlebbar wird der neue Grünraum nach dem derzeitigen Zeitplan im Jahr 2027, wenn auch der neue Zugang und die übrigen Bauarbeiten abgeschlossen sind.

Beitragsbild: © Land Steiermark/Melanie Laimer.

Schreib' einen Kommentar

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. OK Datenschutz