Startseite NachrichtenKrieglach und Veitsch: Polizei wird zusammengelegt, beide Standorte bleiben vorerst offen

Krieglach und Veitsch: Polizei wird zusammengelegt, beide Standorte bleiben vorerst offen

Die Polizeiinspektionen Krieglach und Veitsch werden mit 1. Jänner 2027 organisatorisch zu einer Dienststelle zusammengeführt. Beide bisherigen Standorte bleiben bis zur Übersiedelung in ein gemeinsames Gebäude geöffnet. Für die neue Inspektion ist eine zusätzliche Planstelle vorgesehen; die Suche nach einem geeigneten Standort folgt.

von Joachim Bacher
Pressekonferenz zur Zusammenlegung der Polizeiinspektionen Krieglach und Veitsch mit Regina Schrittwieser, Gerald Ortner, Franz-Kurt Grabenhofer und Arno Russ.

Gemeinsame Polizeiinspektion im Mürztal ab 2027

Die Gemeinderäte von Krieglach und St. Barbara im Mürztal haben dem Zusammenschluss am 29. September 2026 zugestimmt. Am folgenden Tag stellte die Landespolizeidirektion die neue Struktur vor. Betroffen sind die beiden Inspektionen im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag, die bereits seit Jahren zusammenarbeiten.

Nach Darstellung der Polizei ging die Initiative von den Beschäftigten selbst aus. Sie wollten bestehende Synergien besser nutzen, interne Abläufe vereinfachen und die Zusammenarbeit auch organisatorisch abbilden. Das Projekt wurde mit dem Bezirkspolizeikommando und dem zuständigen Dienststellenausschuss vorbereitet. Anschließend unterstützten auch Landespolizeidirektion, Innenministerium und die beiden Gemeinden das Vorhaben.

Übergangsphase mit zwei bestehenden Standorten

Die organisatorische Zusammenlegung bedeutet zunächst keinen sofortigen Umzug. Für die neue Inspektion wird ein gemeinsamer Standort gesucht, der den Anforderungen einer modernen Dienststelle entspricht. Bis zur tatsächlichen Übersiedelung bleiben die bisherigen Standorte in Krieglach und Veitsch in Betrieb.

Für diese Übergangsphase veranschlagt die Polizei erfahrungsgemäß rund zwei Jahre. Dabei handelt es sich um eine Planungsschätzung, nicht um einen bereits feststehenden Eröffnungstermin. Ein konkretes gemeinsames Gebäude wurde in der Ankündigung noch nicht genannt. Für die Bevölkerung ist damit vorerst vor allem die Unterscheidung zwischen organisatorischem Zusammenschluss und späterem Standortwechsel wesentlich.

22 Planstellen und eine zweite Tagdienststreife vorgesehen

Der gemeinsame Personalstand soll von derzeit 21 auf 22 Arbeitsplätze steigen. Bisher entfallen 16 auf Krieglach und fünf auf Veitsch. Die zusätzliche Planstelle soll die neue Organisation unterstützen; mit der Zusammenlegung ist somit ein Ausbau des gemeinsamen Stellenplans verbunden.

Die Landespolizeidirektion erwartet dadurch eine zweite Tagdienststreife, kürzere Interventionszeiten und weniger Schließzeiten. Außerdem ist eine eigene Kriminaldienst-Gruppe vorgesehen. Diese Verbesserungen sind die Ziele der Neuorganisation und lassen sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht als bereits eingetretene Wirkung bewerten.

Für die Polizistinnen und Polizisten sollen die gebündelten Ressourcen mehr Möglichkeiten für Aus- und Weiterbildung, Sonderfunktionen und eine flexiblere Dienstplanung schaffen. Die Versorgung beider Gemeinden bleibt der gemeinsame Auftrag der neuen Inspektion. Wie sich die angekündigten Änderungen im Alltag auswirken, wird sich mit der Umsetzung ab 2027 zeigen.

Beitragsbild: © LPD Steiermark/Martinelli.

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