Amerikanische Musik zwischen Trauer und Aufbruch
Samuel Barbers „Adagio for Strings“ eröffnet das Programm mit einem Werk, das durch zahlreiche Filme weit über den Konzertsaal hinaus bekannt wurde. Dem ruhigen, eindringlichen Beginn stellt Mei-Ann Chen unterschiedliche musikalische Perspektiven auf die Vereinigten Staaten gegenüber.
Philip Glass’ Konzert für Cembalo und Orchester aus dem Jahr 2002 bringt die repetitive Klangsprache der Minimal Music in den Stefaniensaal. Den Solopart übernimmt Michael Hell, der als Cembalist, Blockflötist und Spezialist für historische Aufführungspraxis in Graz tätig ist. Ergänzt wird der Abend durch Steve Reichs „Duet“ und Jessie Montgomerys „Strum“. Montgomery entwickelt darin aus gezupften Saiten einen rhythmisch dichten Streichersatz.
Strawinskis „Dumbarton Oaks“ schließt das Programm
Mit dem Konzert in Es-Dur „Dumbarton Oaks“ steht außerdem ein Werk Igor Strawinskis auf dem Programm. Benannt ist es nach dem Anwesen Dumbarton Oaks in Washington, D.C., für dessen Besitzer das Stück in den 1930er-Jahren entstand. Die Komposition verbindet neoklassische Klarheit mit beweglichen Rhythmen und bildet den Abschluss des Abends.
Am Pult steht Mei-Ann Chen, die Recreation seit der Saison 2021/22 als Chefdirigentin leitet. Die in Taiwan geborene und seit 1989 in den USA lebende Musikerin verbindet damit amerikanische Kompositionen unterschiedlicher Generationen. Das Orchester Recreation besteht aus international tätigen Musiker:innen, von denen viele einen Teil ihrer Ausbildung in Graz absolviert haben.
Zwei Vorstellungen im Grazer Stefaniensaal
„American Dream“ wird am Montag, dem 9. November 2026, um 18 Uhr und um 20 Uhr im Stefaniensaal Graz aufgeführt. Jeweils 20 Minuten vor Konzertbeginn gibt Intendant Mathis Huber eine Einführung. Einzelkarten kosten je nach Kategorie zwischen 23 und 85 Euro; für Besucher:innen unter 27 Jahren gibt es eine Ermäßigung von 50 Prozent.
Beitragsbild: © Nikola Milatovic.