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proHolz Steiermark – 60.000 (Z)Eichen für den Klimaschutz

von Joachim Bacher

Ein „Paukenschlag“ für den Klimaschutz: Rund 60.000 Bäume (größtenteils Eichen) pflanzen Kinder gemeinsam mit FörsterInnen und WaldbesitzerInnen derzeit in steirischen Wäldern.

Das von proHolz Steiermark initiierte Projekt „(Z)Eichen setzen“ macht bewusst, warum die nachhaltige und zeitgemäße Waldbewirtschaftung zu den besten Klimaschützern gehört. Sowohl die Schulkinder als auch die WaldbesitzerInnen beteiligen sich eifrig am Projekt, das weit über das Pflanzen der Bäume hinausgeht.

  • Fotocredit Bild 01: proHolz Steiermark | Fotograf: Jimmy Lunghammer
  • Fotocredit Bilder 02 und 03: proHolz Steiermark | Fotograf: Oliver Wolf

 

Man erbt irgendwo einen Wald, weiß aber weder um seinen Bestand bzw. Zustand und kennt nicht einmal die Grundstücksgrenzen. So ergeht es vielen „hof-fernen WaldbesitzerInnen“. Sie sehen den Wald meist nicht als Wirtschaftsfaktor, sondern als Naherholungsraum, der möglichst wenig bearbeitet werden soll, um ihn nicht zu „zerstören“.

Viele dieser (Klein-)Waldbesitzer haben meist wenig forstliches Wissen über Waldpflege, Aufforstung oder Klimaeinflüsse und ihnen ist nicht bewusst, dass ein Wald bearbeitet werden muss, um ihn langfristig zu erhalten. Mit dem Projekt „(Z)Eichen setzen“ soll sich dies ändern.

Derzeit werden dazu tausende Bäume in der ganzen Steiermark gepflanzt. Das Ziel: WaldbesitzerInnen wieder darauf hinzuweisen, dass der Wald nur dann gesund ist, wenn man sich um ihn kümmert.

Bewirtschaften für den Klimaschutz

Warum die Bewirtschaftung für den Klimaschutz so wichtig ist? Weil Holzprodukte, die aus geernteten Bäumen hergestellt werden, den Kohlenstoff langfristig binden. Stirbt ein Baum ab und bleibt im Wald liegen, wird der gebundene Kohlenstoff hingegen wieder freigesetzt. Im Rahmen der Aktion „(Z)Eichen setzen“ vermittelt man dies in plakativen Schul-Workshops, die sehr stark nachgefragt werden.

Schul-Workshops für langfristige Bewusstseinsbildung

Kinder werden in dieses Projekt stark miteinbezogen. Auf spielerische Art und Weise wird ihnen vermittelt, dass Ernten und Nachpflanzen für einen gesunden Wald unerlässlich sind. Diese Botschaft sollen die Kinder auch mit nach Hause nehmen.

„Das Projekt ist keine reine Pflanzaktion sondern es geht uns um eine langfristige Bewusstseinsbildung. Vor dem Pflanzen der Eichen erläutern wir den Kindern daher in Workshops, was den Rohstoff Holz so besonders macht. Ähnlich wie bei der Mülltrennung geht es auch hier darum, dass die Kinder das Wissen erlangen, umsetzen und so auch die Eltern erreicht werden“, erläutert Doris Stiksl, Geschäftsführerin von proHolz Steiermark.

WaldbesitzerInnen nehmen Verantwortung wahr

Rund 60.000 Bäume (größtenteils Eichen) werden derzeit – im April 2018 – von Kindern gemeinsam mit FörsterInnen und WaldbesitzerInnen gepflanzt.

Konkret in den Bezirken Graz und GrazUmgebung, Voitsberg, Weiz, Hartberg-Fürstenfeld, Deutschlandsberg, Leibnitz, Bad Radkersburg und Feldbach, da diese von Klimawandel-Folgen wie Unwettern besonders stark betroffen sind.

„In Zeiten des Klimawandels wird die Bewirtschaftung durch die WaldbesitzerInnen immer wichtiger. Von der großen Beteiligung an der Aktion sind auch wir überrascht, aber es zeigt, dass die WaldbesitzerInnen ihre Verantwortung sehr ernst nehmen”, freut sich Franz Titschenbacher, Obmann von proHolz Steiermark.

Warum eigentlich Eichen?

Der Klimawandel bringt Veränderung und nicht alle Baumarten können gleich gut damit umgehen. Es braucht Mischbestände aus Nadel- und Laubholz, damit der Wald die Klima-Herausforderungen schafft und gesund bleibt.

In den wärmeren Regionen sind es unter anderem die Eichen, die dazu beitragen, dass der steirische Wald auch weiterhin seine Funktionen erfüllen kann.

Nähere Infos: http://www.z-eichensetzen.at/

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